Frieders Weg zu seinem (Musik)Glück [Teil II]
 


CD-Player made by Oleg Rullit
 

In den letzten Wochen wurde mir der CD-Player vom Oleg Rullit fertig gestellt und geliefert. Ich habe das Gerät bereits in der Prototypen-Version gehört gehabt und war sehr überrascht wie „analog“ der CD-Player gespielt hat. Da wurde die Luft für alle preisgekrönten Geräte, welche ich bisher gehört hatte sehr dünn. Selbst mein Helios Stargate konnte im Hinblick auf die Natürlichkeit und Musikalität dem CD-Player von Rullit nicht ganz folgen. Es ist recht schwierig zu beschreiben, worin die Vorzüge des Gerätes liegen. Es ist ganz einfach so, dass man nicht mehr wahrnimmt, dass man eine digitale Quelle angeschlossen hat. Ich war bisher immer davon überzeugt, dass ein CD-Player nicht ganz an die Qualitäten eines guten Schallplatten-Laufwerkes mit gutem Tonarm/Tonabnehmer heranreichen kann. So benutze ich seit einigen Jahren eine Platine Verdier mit Koetsu-Tonarm und Koetsu-Tonabnehmer. Das ganze dann über guten MC-StepUp und gute Phonostufe (teilweise auf Transistorbasis – z.b. Hiraga Nachbau – teils auf Röhrenbasis).

Bei jedem bisher von mir angeschlossenen CD-Player war doch ein zumindest mehr oder weniger kleiner Unterschied zwischen CD und Vinyl hörbar. Es ist so gewesen, dass CD etwas unnatürlicher geklungen hat, die Musikalität ging doch etwas verloren, die Instrumente hatten zu wenig Farbe, der Aufnahmeraum war nicht wahrnehmbar, die Atmosphäre ging mehr oder weniger deutlich verloren. Gerade die Atmosphäre und das Gefühl „bei der Musik zu sein“ war die klare Domäne von Vinyl.

Das änderte sich, als ich den CD-Player von Rullit zum ersten Mal gehört und später bei mir angeschlossen habe. Man hat den Eindruck, die Emotionen der Interpreten zu erleben, man spürt die Energie und Leidenschaft in manchen Stimmen. Es wird nichts spektakulär und unnatürlich in den Vordergrund gedrängt, was dort nicht hingehört.

Gerade auch alte Aufnahmen aus den 60-er oder 70-er Jahren, die irgendwann mal auf den digitalen Tonträger gepresst worden sind, machen richtig Spass. Früher waren doch viele dieser Aufnahmen auf CD fast nicht anzuhören. Sie klangen schrill und hart und hatten wenig bis gar keine Breite und Tiefe. Ein Vergleich zu guten Schallplatten endete doch mit einem kleinen Desaster für die CD. Ich war immer der Meinung, dass dies daran liegen muss, dass die Digitalisierung der alten Aufnahmen nicht mit der erforderlichen Sorgfalt erfolgt sein müsste. Tatsächlich waren meine bisherigen CD-Player ganz einfach nicht in der Lage, diese Aufnahmen „anhörbar“ wiederzugeben. Das hat sich nunmehr erfreulicherweise geändert.

Wie auf den Bildern zu sehen ist, wurde der Player nach dem Baukastenprinzip gebaut: von vorne betrachtet befindet sich links die Stromversorgung. Die Platine ist innerhalb weniger Minuten austauschbar. Es folgt das Laufwerk, welches ebenfalls problemlos gewechselt werden kann. Auf der rechten Seite dann die Platine mit der D/A-Wandlung und dem Analogausgang. Diese Platine wurde mit einer Mischung aus Bienenwachs und anderen Substanzen vergossen. Das Ausgangssignal wird dann in die mächtigen Ausgangsübertrager geführt. Auch diese sind mit Bienenwachs u.a. vergossen.

Alles in allem sehr wenige Bauteile und schwer verständlich, weshalb manche Geräte mit unzähligen Bauteile und mächtigen Trafos bestückt sind und gleichwohl tonal nicht im entferntesten an dieses doch recht übersichtlich aufgebaute Gerät herankommen.
 
 


 
Helios Stargate
 
 
 

 
CD-Player mady by Oleg Rullit
 

 
 

 
 
     
     
   
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