Einbaubericht 3er BMW (Moses)
 


Einleitung
 


 
Am Anfang stand eine lange Planungsphase, in der zunächst einmal ein Konzept festgelegt werden sollte. Für mich stand fest, dass ich einen möglichst unauffälligen Einbau haben wollte, da mein Fahrzeug immer auf der Straße steht. Nach etlichen Gesprächen und Telefonaten mit erfahrenen Leuten entschied ich mich, auf Doorboards zu verzichten und statt dessen weiter auf die Original-Einbauplätze für 13er Chassis im Fußraum zu setzen und diese zu optimieren.

Zielsetzung war, gegenüber dem ersten, sehr amateurhaften Einbau nun deutliche Verbesserungen in allen Bereichen zu erzielen, sowohl klanglich als auch im Pegel. Das endgültige Konzept und die zu verbauenden Komponenten wurden nun zusammen mit Didi (Fortissimo) abgesprochen und ein Termin für den Einbau gemacht.

Verbaut werden sollten:
- Alpine CDA-7878R
- Andrian Audio AA130 und Abdrian Audio A25T passiv getrennt an Genesis Dual Mono
- JL 12 W3v2 an Eton PA5402

Zur Stromversorgung wurden zwei Varta Silver Dynamic verbaut., Cinch-Kabel wurde das DLS Ultimate und als Lautsprecher-Kabel hielt das AIV Silverado Einzug. Da das Fahrzeug einen sehr dicht geschlossenen Kofferraum hat, wurde ein Bandpass ausgewählt, dessen Ports durch die Öffnungen der hinteren Serien-Lautsprecher in den Innenraum spielen. Da dieser Bandpass jedoch ca. 100 Liter Volumen hat, ist er zu groß, um in einem Stück ins Fahrzeug gehoben zu werden. Daher wurden die beiden Kammern einzeln gebaut und dann im Fahrzeug miteinander verbunden.

Als erstes wurde die geschlossene Kammer eingebaut, die sich mit ihrer Schräge dem Verlauf der Rücksitzbank anpasst und eine verschließbare Öffnung besitzt, über die man den Woofer bei umgelegter Sitzbank ausbauen kann. Auf dem Bild sieht man beide Kammern mit geöffneter Luke und noch fehlendem Woofer sowie die blanke Hutablage.

 


 
Danach wurden die Ports montiert. Dazu musste die Hutablage von jeglicher Dämmung befreit werden und die Öffnungen ein wenig geweitet werden. Die Ports wurden dann an der Hutablage mit Alubitumen eingearbeitet und die gesamte Hutablage gedämmt. Ebenso wurden die Ports im Bandpass mit Alubitumen verklebt.
 


 

Die beiden Kammern wurden miteinander verschraubt und zusätzlich mit Dichtband abgedichtet. Außerdem wurde der Bandpass mit dem Fahrzeug verschraubt. Die hintere Kammer ist jedoch so breit, dass sie zwischen den Radhäusern nicht durchpassen würde, wodurch ein Durchbrechen der Rückbank bei einem Unfall ausgeschlossen ist.
 
Nun wurde in der Reserveradmulde eine Grundkonstruktion aus Holz gebaut, die später die Endstufen aufnehmen würde. Außerdem wurde der Platz rechts im Kofferraum, in dem in den 6-Zylinder-Modellen die Batterie sitzt, für die Zusatzbatterie verwendet. Die Dual Mono sollte später durch einen Ausschnitt in der Bodenplatte sichtbar sein, weshalb sie erhöht verbaut wurde. Die modifizierten Frequenzweichen (für eine tiefere Trennung des Hochtöners) wurden mit Klettband befestigt, um diese später schnell herausnehmen zu können. Rechten Bild ist dann der fertig bezogene Kofferraum mit Abdeckplatte zu sehen.

 


 

Auch der Innenraum bereitete noch eine Menge Arbeit. Auch hierbei haben viele helfende Hände angepackt, ohne die dieser Einbau nie an einem Tag fertig geworden wäre. Während einige an den Aufnahmen für die AA130er arbeiteten, spachtelten andere bereits die A-Säulen mit den Hochtönern. Der A25T wurde damals ohne richtiges Gehäuse mit einem gespachtelten Koppelvolumen verbaut, welches jedoch alles andere als optimal war. Eine Optimierung des Hochtöner-Einbaus wurde damals aber auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Zunächst wurden die Verkleidungen im Fußraum aufgesägt, um das werkseitige Gitter zu entfernen und Platz für ordentliche Lautsprecher-Abdeckungen zu schaffen. Der Einbauplatz wurde massiv gedämmt und verstärkt, unterstützt von einem Stahlring. Damit wurde das entstehende Gehäuse mit ca. 3,5 bis 4 Litern Volumen nahezu völlig abgedichtet und dann mit Muhwolle gefüllt.

 


 

Jetzt fehlten nur noch die A-Säulen, die mit dunklem Stoff bezogen wurden.

 


 

Damit war der Einbau erst einmal abgeschlossen. Der Einbau-Marathon hatte non-stop 22 Stunden gedauert, um 5 Uhr morgens rollte das Auto wieder aus der Halle von Fortissimo.

Nach einiger Zeit standen dann aber Veränderungen an. Der JL 12W3v2 wurde im Laufe der nächsten Monate durch einen JL 12W6v2 ersetzt, in diesem Zuge auch die Eton PA5402 durch eine DLS A6, was deutliche Zugewinne bei Schnelligkeit, Präzision und Pegel brachte. Leider existieren davon nahezu keine Bilder, hier aber mal der JL 12W6ve beim Einzug in sein neues Gehäuse, welches beim Einbau damals schon so konzipiert wurde, dass es sowohl für den W3v2 als auch den W6v2 passt.

 


 

Kurze Zeit später wurden auch die Hochtöner neu verbaut, nun in feinen Alu-Töpfen von Hartwig. Diese wurden in alte Bassreflex-Rohr-Stücke eingelassen, so dass sie später auch wieder ausgebaut werden können. Auch die Position der Hochtöner wurde dabei verändert und ihre Ausrichtung.

 


 

Weitere Veränderungen standen nun ins Haus. Das Alpine CDA-7878R wurde nach einer Reparatur verkauft und ein Alpine CDA-7944 angeschafft, dazu den Prozessor PXA-H701 sowie den Wechsler CHA-S624, logischerweise optisch verkabelt. Als Cinch-Kabel für die kurzen Kabelwege hielt ein RG142 mit Eichmann Bullet Plugs Einzug. Auch bei den Endstufen gab es einen Wechsel, die Genesis Dual Mono wurde ersetzt von einer Genesis SA50 und einer Zapco Studio 100. Dies war insgesamt wieder ein großer Schritt nach vorne. Nun wurden noch die AA130 gegen die AA130 in 8 Ohm getauscht und die Chassis direkt auf den Stahlring geschraubt ohne den Kunststoffring für das Lautsprechergitter. Ein deutlicher Zugewinn an Dynamik, Tiefgang und Pegel allgemein war das Ergebnis. Insgesamt wurde auch die Stromversorgung durch zwei 1F Caps für die Endstufen und ein paar kleiner blauer Caps für den Prozessor verbessert. Die passive Trennung des A25T erfolgt nun über die bekannten grünen Russen-Caps mit 6,8µF, der AA130 wird aktiv nach oben und unten getrennt und spielt bis ca. 60Hz runter mit 12dB.

 


 

Bei Gelegenheit wird nun noch die Verkabelung im Kofferraum sauber aufgeräumt und fixiert, der Hoch- und Mitteltonbereich verändert (3-Wege und Endstufe) und ein paar Dinge optisch nachgebessert. Es bleibt ja doch immer was zu tun… Bilder und Bericht gibt es dann selbstverständlich auch wieder…

An dieser Stelle mein spezieller Dank an alle, die bei der Entstehung mit geholfen haben, sei es mit Tat oder Rat, hier mal namentlich erwähnt: Didi, Frieder, Franco, Felix, Anselm, Hirsch, Michel, Andy, Ahmet, Timo und wer sonst noch alles inzwischen mit Hand angelegt hat, es sind im Laufe der Zeit einfach zu viele geworden… Danke für die ständige Unterstützung, auch an die, die ich vielleicht vergessen habe.
 
 

 
 
     
     
   
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